Spielberichte 2026/2027

Alle Berichte erstellt durch den Bezirkspressewart
=========================================

Spielbericht KW41 2026
Mit einer starken Bilanz warteten Pforzheims beste Tischtennismannschaften am vergangenen Spieltag auf. Während Kleinsteinbach/Singens Erste in der Tischtennis-Oberliga Baden-Württemberg bei der FT V. 1844 Freiburg ihr erstes Erfolgserlebnis feierte, rettete die Zweite in der Verbandsoberliga gegen den TTC Tuttlingen dank eines fulminanten Endspurts noch einen Zähler. Eine Etage tiefer – in der Verbandsliga – übernahm der TV Kieselbronn nach einem 8:2-Triumph über Grünwettersbachs Dritte die Tabellenspitze.

Oberliga Baden-Württemberg FT V. 1844 Freiburg – TTG Kleinsteinbach/Singen 3:7
Nachdem die Hausherren durch ihr Paradedoppel Hennig/Reis in Führung gegangen waren, sorgte Kleinsteinbach/Singens Duo Chamorro/Sanchez für den schnellen Ausgleich, bevor Juan Pedro Sanchez gegen Freiburgs Spitzencrack Sven Hennig mit 11:5, 11:7 sowie 11:8 gewann und seinen Farben den Weg wies. Miguel Chamorro wollte seinem spanischen Landsmann in nichts nachstehen und ließ kurze Zeit später das 3:1 folgen. Daraufhin bot TTG-Youngster Colin Kestler gegen den bislang noch ungeschlagenen Dominik Reis eine Galavorstellung, behielt in drei Sätzen die Oberhand und erhöhte auf 4:1. Auch Kapitän Remy Pham trug sich anschließend in die Siegerliste ein. Zwar verkürzte Hennig im Duell der beiden Topakteure gegen Chamorro auf 2:5, doch ließ Sanchez` Antwort nicht lange auf sich warten. Mit 11:7, 11:5, 5:11 sowie 11:4 zwang er Salomon Brugger in die Knie und beseitigte so die letzten leisen Zweifel am ersten Kleinsteinbach/Singener Saisonsieg. Während Reis noch für Freiburgs Punkt Nummer drei verantwortlich zeichnete, rundete Kestler mit seinem zweiten Tagessieg den TTG-Auftritt vollends ab. „Kompliment an die Jungs. Sie haben heute eine absolute Topleistung abgerufen“, zollte Ilija Rajkovaca, Kleinsteinbach/Singens Sportlicher Leiter, der Truppe Respekt.

Verbandsoberliga TTG Kleinsteinbach/Singen II – TTC Tuttlingen 5:5
Obwohl sich Kleinsteinbach/Singens Auswahl für gewöhnlich auf heimischem Boden wohler fühlt, tat sie sich schwer ihren Rhythmus zu finden. Bis zum Zwischenstand von 2:3 waren es einzig das Doppel Patil/Mößner und Hai Khanh Nguyen, die ihre Mannschaft im Spiel hielten. Als dann auch noch Patrick Mößner gegen Niki Schärrer sowie Kian Aragian gegen Routinier Detlef Stickel den Kürzeren zogen, schienen die Felle für Kleinsteinbach/Singen davonzuschwimmen. Doch die Gastgeber besannen sich – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – auf ihre kämpferischen Tugenden. Zunächst glückte Gururaj Patil gegen Rolf-Dieter Loss der 3:5-Anschluss, ehe Nguyen seinen Rivalen Schärrer in fünf Sätzen niederrang und auf 4:5 stellte. Im finalen Duell holte Mößner dann noch einmal alles aus sich heraus. Mit 11:9, 11:7, 7:11 sowie 11:5 entzauberte er Andreas Kohler, sicherte seiner TTG dadurch einen Punkt und hievte diese so zumindest für einen Spieltag auf den Platz an der Sonne.

Verbandsliga TV Kieselbronn – ASC Grünwettersbach III  8:2
Auch im Spitzenspiel gegen die ebenfalls noch verlustpunktfreie Equipe aus Grünwettersbach untermauerten Kieselbronns Protagonisten ihre imponierende Doppelstärke. Weder Happek/Elias Rosenow noch Besnier/Beier ließen in ihren Duellen gegen Hofferer/Szabo beziehungsweise Sverdlik/Decker etwas anbrennen. Anschließend baute Celian Besnier den TVK-Vorsprung gegen Luke Hofferer aus, bevor Sven Happek seinen Widersacher Alexander Sverdlik mit 11:6, 10:12, 11:4 sowie 11:8 in die Schranken wies und bereits für eine Art Vorentscheidung sorgte. Mika-Leon Beier blieb es vorbehalten Kieselbronns Punkt Nummer fünf beizusteuern. Zwar musste sich Ben Rosenow daraufhin Bence Szabo geschlagen geben, doch stellte Besnier den alten Abstand gegen Sverdlik postwendend wieder her. Wusste sich auf Seiten der Gäste Szabo noch ein zweites Mal zu behaupten, so schraubten Happek und der junge Ben Rosenow das Resultat letztlich auf 8:2 in die Höhe. „Mit dem Sieg vergangene Woche gegen den FC Külsheim und dem heutigen Erfolg haben wir uns eine tolle Ausgangsposition erarbeitet“, blickt Kieselbronns Kapitän Jonathan Rosenow zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.

Spielbericht KW40 2026
Mit einer sehr guten Punkteausbeute schlossen Pforzheims beste Tischtennismannschaften den vergangenen Spieltag ab. Während sich der TTC Mutschelbach im Oberliga-Derby bei der TTG Kleinsteinbach/Singen mit 6:4 durchsetzte, fuhr die „Zweite“ Kleinsteinbach/Singens in der Verbandsoberliga beim südbadischen TuS Hüfingen einen 9:1-Kantersieg ein. In der Verbandsliga trumpfte der TV Kieselbronn gegen den FC Külsheim auf und gewann mit 8:2.

Oberliga Baden-Württemberg  TTG Kleinsteinbach/Singen – TTC Mutschelbach 4:6
Nachdem Bhanja/Hrnic Mutschelbachs Auswahl gegen Pham/Kestler erwartungsgemäß in Führung gebracht hatte, überraschten Moreno/Müller mit einem famos herausgespielten 8:11-, 11:6-, 11:8- sowie 16:14-Erfolg über das TTG-Spitzendoppel Chamorro/Sanchez. Zwar schlug Kleinsteinbach/Singens Miguel Chamorro gegen Kenan Hrnic postwendend zurück, doch wusste Ronit Bhanja dank eines Viersatzsieges über Juan Pedro Sanchez zu kontern und auf 1:3 zu erhöhen. Im hinteren Paarkreuz verlieh dann Remy Pham im Duell der beiden Kapitäne den Hausherren neue Hoffnung, indem er Andreas Müller entzauberte, ehe Alex Moreno gegen TTG-Youngster Colin Kestler den alten Abstand wiederherstellte. Als wenig später der einmal mehr überragende Bhanja für Mutschelbachs Punkt Nummer fünf verantwortlich zeichnete, schienen die Würfel gefallen. Allerdings setzte sich Kleinsteinbach/Singens Equipe weiter zur Wehr. Zunächst behauptete sich Sanchez in fünf Sätzen gegen Hrnic, bevor der bärenstarke Pham auch Moreno die Grenzen aufzeigte und auf 4:5 verkürzte. Im finalen Einzel spielte Mutschelbachs Müller gegen Kestler schließlich seine Routine aus, behielt mit 11:9, 11:8, 7:11 sowie 11:6 die Oberhand und entschied die Partie endgültig. „Das zweite Doppel darfst Du nie verlieren“, war für Kleinsteinbach/Singens Sportlichen Leiter Ilija Rajkovaca der Knackpunkt der Niederlage schnell gefunden. Derweil sprach Mutschelbachs Müller „von einem verdienten Auswärtssieg infolge einer geschlossenen Mannschaftsleistung“.

Verbandsoberliga TuS Hüfingen – TTG Kleinsteinbach/Singen II 1:9
Bereits in den Doppeln legten Aragian/Patil und Pham/Kestler für Kleinsteinbach/Singens Quartett den Grundstein. Als anschließend die am Vorabend noch in der „Ersten“ geforderten Colin Kestler und Remy Pham gegen Jan-Philip Dannegger beziehungsweise Lukas Hägele den TTG-Vorsprung auf 4:0 in die Höhe schraubten, war der Neuling aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis angezählt. Selbst ein 0:2-Satzrückstand vermochte Gururaj Patil gegen Marc Hackenjos daraufhin nichts anzuhaben, entschied er doch die Sätze drei bis fünf mit 11:9, 11:6 sowie 11:7 zu seinen Gunsten. Kian Aragian blieb es vorbehalten für den sechsten Gästeerfolg zu sorgen, welcher die letzten leisen Zweifel an Kleinsteinbach/Singens zweitem Saisonsieg beseitigte. Während sich Pham, Kestler und Patil auch in ihren jeweils zweiten Duellen schadlos hielten, gelang Hüfingens Hackenjos zumindest noch der Ehrenpunkt.

Verbandsliga  TV Kieselbronn – FC Külsheim              8:2
Obwohl die Gäste als Favorit angereist waren, untermauerte Kieselbronn von Anfang an seinen Anspruch in heimischer Halle das Heft in die Hand zu nehmen. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass mit Celian Besnier erstmals ihre Nummer eins an die Tische ging. Und siehe da: Sowohl Happek/Rosenow als auch Besnier/Beier gewannen ihre Doppel souverän. Nachdem Besnier, 21 Jahre jung, gegen Adrian Jankowiecki überhaupt nichts anbrennen ließ, hieß es gar 3:0. Anschließend musste sich Sven Happek gegen Abwehrkünstler Daniel Kleinert trotz großen Kampfes in vier Sätzen geschlagen geben. Wer dachte, Külsheim würde nun eine Aufholjagd einläuten, sah sich freilich getäuscht. Im Gegenteil: Mika-Leon Beier zwang Michael Frey mit 11:9, 4:11, 11:8 und 13:11 in die Knie. Zwar zog Jonathan Rosenow gegen Jannis Würzberger daraufhin den Kürzeren, doch stellte der starke Besnier mit seinem Fünfsatzerfolg über Kleinert kurze Zeit später auf 5:2. Endgültig für klare Verhältnisse sorgte dann Altmeister Happek mit seinem 3:0-Erfolg über Jankowiecki. In den letzten beiden Duellen, die lediglich noch statistischen Wert besaßen, sorgten der 16-jährige Beier sowie Kapitän Rosenow für die Punkte Nummer sieben und acht. „Das war heute eine tolle Leistung. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Mal sehen, wo uns der Weg diese Saison noch hinführt“, versprühte Kieselbronns Rosenow durchaus Zuversicht.

Spielbericht KW39 2026
Während Mutschelbachs Quartett in der Tischtennis-Oberliga Baden-Württemberg auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde und beim TTC 95 Odenheim knapp unterlag, sicherte sich die TTG Kleinsteinbach/Singen II eine Etage tiefer beim TTV Weinheim-West einen schwer erkämpften 6:4-Erfolg. In der Verbandsliga feierte Neuling TV Kieselbronn beim SV Adelsheim eine gelungene Premiere.

Oberliga Baden-Württemberg  TTC 95 Odenheim – TTC Mutschelbach        6:4
Als Mutschelbachs Spitzendoppel Bhanja/Hrnic seinen Farben gegen Neumaier/Pfeiffer einen guten Start verschafft hatte, war man im Gästelager frohen Mutes. Zwar ließ die Antwort von Odenheims Köhler/Back nicht lange auf sich warten, doch sorgte Ronit Bhanja mit seinem souverän herausgespielten 11:7-, 11:8- und 11:6-Sieg über Michael Pfeiffer prompt für die neuerliche TTC-Führung. Anschließend schien Kenan Hrnic gegen Marcel Neumaier sogar erhöhen zu können, ehe dieser freilich einen Gang höherschaltete, in fünf Sätzen gewann und zum 2:2 ausglich. Daraufhin bissen sich sowohl Mutschelbachs Andreas Müller als auch Alex Moreno gegen ihre Widersacher Felix Köhler beziehungsweise Christian Back die Zähne aus. Davon unbeeindruckt zeigte sich einmal mehr Bhanja, der Neumaier nicht zur Entfaltung kommen ließ und auf 3:4 verkürzte. Nur wenig später stellte Hrnic die Uhren dank eines ungefährdeten 11:2-, 11:8- sowie 11:5-Erfolgs über Pfeiffer wieder auf null. Dann – zur Crunchtime – wusste allerdings Moreno eine 2:1-Satzführung gegen Köhler nicht zu nutzen, bevor Odenheims Abwehrstratege Back gegen Müller alle Register zog, nachlegte und den Triumph der Hausherren perfekt machte. „Heute haben wir im hinteren Paarkreuz das Spiel verloren, so ehrlich muss man sein“, brachte es Mutschelbachs Kapitän Müller auf den Punkt.

Verbandsoberliga  TTV Weinheim-West – TTG Kleinsteinbach/Singen II 4:6
Obwohl sich Kleinsteinbach/Singens Auswahl an der Bergstraße viel vorgenommen hatte, kam sie anfangs nicht so richtig ins Rollen. Weder Pham/Kestler noch Aragian/Patil wussten sich in ihren Doppeln zu behaupten. Als dann auch noch Remy Pham gegen Timo Ziener klein beigeben musste, drohte Kleinsteinbach/Singen Ungemach. So schickte sich Youngster Colin Kestler an gegen Weinheims Routinier Holger Weidenauer die Wende einzuleiten. Trotz famoser Aufholjagd war Kestler das Glück nicht hold – mit 9:11 im fünften Satz zog er den Kürzeren. Unter dem Motto „Aufgeben ist keine Option“ mobilisierte die TTG beim Stand von 0:4 noch einmal all ihre Kräfte. Und siehe da: Zunächst zwang Gururaj Patil seinen Kontrahenten Elias Pascher in die Knie, ehe sich Mannschaftsführer Kian Aragian gegen Felix Ernst durchsetzte und auf 2:4 stellte. Pham nutzte die Gunst der Stunde und gab Weidenauer im Duell der beiden Spitzencracks in vier Sätzen das Nachsehen. Damit aber nicht genug, entzauberte Kestler doch Ziener anschließend glatt in drei Sätzen. Der TTG-Express war nun nicht mehr zu stoppen – Aragian zeichnete für Kleinsteinbach/Singens Punkt Nummer fünf verantwortlich, bevor Patil gegen Ernst mit 11:5, 11:5 sowie 11:5 gewann und den kaum mehr für möglich gehaltenen Coup unter Dach und Fach brachte. „Zu Beginn war es etwas verkrampft. Dann haben sich die Jungs enorm gesteigert und einen im Hinblick auf den Klassenerhalt unglaublich wichtigen Sieg eingefahren“, so Kleinsteinbach/Singens Sportlicher Leiter Ilija Rajkovaca.

Verbandsliga  SV Adelsheim – TV Kieselbronn             3:7
Nachdem Kieselbronn gut aus den Startlöchern gekommen war und dank Erfolgen der Doppel Beier/J.Rosenow und Happek/E.Rosenow sowie den Einzelsiegen von Mika-Leon Beier und Sven Happek mit 4:0 führte, schlugen die Gastgeber durch Timur Achmetow und Konstantin Eckstein zurück. In der Folge agierten die Adelsheimer merklich couragierter. Allerdings erwies sich TVK-Ausnahmekönner Happek dann als Fels in der Brandung. Mit 11:9, 10:12, 11:6 sowie 11:3 düpierte er Petr Ocko und schraubte so Kieselbronns Vorsprung auf 5:2 in die Höhe. Daraufhin boten sich Adelsheims Benjamin Lux und Beier ein Duell auf Augenhöhe, welches der junge Kieselbronner hauchdünn zu seinen Gunsten entschied. Während Eckstein für die Truppe aus dem Neckar-Odenwald-Kreis Punkt Nummer drei beisteuerte, trug sich Jonathan Rosenow auf Seiten Kieselbronns noch in die Siegerliste ein. „Es war heute alles andere als einfach. Aber wir haben den Härtetest erfolgreich gemeistert“, atmete Kieselbronns Kapitän Jonathan Rosenow erleichtert auf.

Spielbericht KW38 2026
Zum Saisonauftakt gab es in der Tischtennis-Oberliga Baden-Württemberg für die Vertreter aus dem Bezirk Pforzheim Licht und Schatten. Während der TTC Mutschelbach auf heimischem Boden gegen den SV Sillenbuch auftrumpfte und einen 7:3-Erfolg feierte, musste sich die TTG Kleinsteinbach/Singen beim letztjährigen Tabellendritten DJK Sportbund Stuttgart mit 2:8 geschlagen geben.

Oberliga Baden-Württemberg TTC Mutschelbach – SV Sillenbuch          7:3
Nachdem sich Mutschelbachs Bhanja/Hrnic gegen Wolf/Samson glatt in drei Sätzen durchgesetzt hatten, zog das neu formierte Gastgeberdoppel Moreno/Müller trotz einer starken Vorstellung gegen Sillenbuchs Alicic/Lühne mit 7:11, 12:10, 7:11, 11:9 sowie 5:11 den Kürzeren, ehe Ronit Bhanja im ersten Einzel des Tages seine Extraklasse unterstrich und auf 2:1 stellte. Zwar schlug Sillenbuchs Spitzencrack Armin Alicic postwendend zurück, doch ließ Alex Morenos Antwort nicht lange auf sich warten. Mit 11:7, 11:8 und 11:5 wies er den jungen Nils-Arne Samson in seine Schranken. Als wenig später TTC-Kapitän Andreas Müller gegen Nils Wolf einen 0:2-Satzrückstand noch umbog und Mutschelbachs Vorsprung auf 4:2 hochschraubte, waren die Gäste aus dem Süden Stuttgarts angezählt. Bhanja machte sich dies im Duell der beiden Ausnahmekönner gegen Alicic zu Nutze und erhöhte auf 5:2. Kenan Hrnic wollte seinem kongenialen Doppelpartner anschließend natürlich in nichts nachstehen, zwang Widersacher Leon Lühne mit 12:10, 11:8 sowie 11:5 in die Knie und entschied die Partie dadurch vorzeitig. Daran vermochte auch Wolfs Viersatzerfolg über Moreno nichts mehr zu ändern, zeichnete doch Müller gegen Samson umgehend für den finalen Punkt zum 7:3 verantwortlich. „Das war heute ein gelungener Auftakt“, so Mutschelbachs Müller zufrieden, um anzufügen, dass es nun in Odenheim gelte an dieser Leistung anzuknüpfen und auch von dort etwas mitzunehmen.

DJK Sportbund Stuttgart – TTG Kleinsteinbach/Singen 8:2
Obwohl Kleinsteinbach/Singens Equipe dank eines starken Auftritts von Sanchez/Gonzalez Perez gegen Spieß/Gaa mit 1:0 in Führung ging, war bei den Hausherren von Anfang an ihr unerschütterliches Selbstvertrauen zu spüren. Pham/Kestler machten ihre Sache im Doppel gegen Cheaib/El Habach zweifellos gut, doch standen sie im Endeffekt auf verlorenem Posten. So ähnlich könnte man auch das Match von Eduardo Gonzalez Perez gegen Dauud Cheaib – dem vermeintlich besten Spieler der Liga – zusammenfassen. Als daraufhin auch noch TTG-Ass Juan Pedro Sanchez dem in bestechender Form agierenden ehemaligen Zweitligaakteur Marlon Spieß mit 3:11, 12:10, 8:11 sowie 8:11 unterlag, schwanden Kleinsteinbach/Singens Erfolgsaussichten auf ein Minimum. In der Folge zahlte Youngster Colin Kestler gegen Gabriel Gaa Lehrgeld, bevor Kapitän Remy Pham dem Libanesen Saadeddine El Habach zum Sieg gratulieren musste. Im weiteren Spielverlauf blieb es einzig Pham vergönnt noch für ein wenig Ergebniskosmetik zu sorgen, indem er Gaa in der Verlängerung des fünften Satzes mit 12:10 niederrang. „Ein, zwei Punkte mehr hätten es sein dürfen, aber letztlich ist der Sportbund eine absolute Topmannschaft“, kann Ilija Rajkovaca, der Sportliche Leiter der TTG, die Niederlage schon richtig einordnen.

Saison Vorschau 2026 / 2027 Teil 1
Während die Protagonisten in der Tischtennis-Bundesliga bereits seit Mitte August wieder um Punkte an der Platte kämpfen, fällt bei den Amateuren hierzulande am Wochenende der Startschuss zur neuen Tischtennissaison.

Nachdem es bei der Zahl der Mannschaften bereits im vergangenen Jahr eine leichte Aufwärtstendenz zu verzeichnen gab, schickt der Bezirk Pforzheim heuer 95 Teams ins Meisterschaftsrennen, sage und schreibe 17 mehr als zuletzt. Dass dies insbesondere auf die nun endgültig vollzogene Umstellung der Mannschaftsstärke von sechs auf vier Akteure in sämtlichen Ligen zurückzuführen ist, liegt auf der Hand. Nichtsdestotrotz spiegelt diese Tatsache wider, mit welch einer Hingabe das Gros der Ballartisten seinem Lieblingssport die Treue hält. Einziger Wermutstropfen dabei: Unter all den Teams befindet sich nach wie vor keine Frauenmannschaft.

Unumstrittenes Aushängeschild ist – auch daran hat sich nichts geändert – die TTG Kleinsteinbach/Singen, stellt sie doch gleich vier Vertretungen oberhalb der Verbandsklasse Süd. Während die „Erste“ in der Oberliga Baden-Württemberg ihre Visitenkarte abgibt, spielt die „Zweite“ in der Verbandsoberliga. Die dritte und vierte Mannschaft der TTG gehen jeweils in der Verbandsliga an den Start. Als zweitstärkste Kraft vertritt weiterhin der TTC Mutschelbach Pforzheims Farben im Ländle, wusste das Ensemble aus dem Karlsbader 2000-Seelenort in seiner Oberliga-Premierensaison doch zu überzeugen.

Oberliga Baden-Württemberg

Nachdem Kleinsteinbach/Singens Asse Ende April die Oberligaspielzeit auf Platz fünf abgeschlossen hatten, informierten die vor drei Jahren vom TTC 1946 Weinheim an Land gezogenen Timo Gass, Dennis Tschunichin sowie Daniel Berbner die „Macher“ der TTG von ihrer bevorstehenden Rückkehr an die Bergstraße. Also galt es für den Sportlichen Leiter Ilija Rajkovaca und sein Team eine neue Hierarchie aufzubauen. Zum einen verpflichtete man den 25-jährigen Spanier Juan Pedro Sanchez aus Murcia für das Spitzenpaarkreuz. Und zum anderen rückt Youngster Colin Kestler, gerade einmal 19 Jahre alt und hochtalentiert, von der „Zweiten“ in die „Erste“ auf. Außerdem werden die seit geraumer Zeit bei der TTG weilenden, ebenfalls aus Murcia stammenden Miguel Chamorro beziehungsweise Eduardo Gonzalez Perez wechselweise zum Einsatz kommen. Kapitän Remy Pham komplettiert die Truppe und soll ihr Stabilität verleihen. In der Hinterhand hat man noch den starken Inder Arjun Ghosh, welcher allerdings erst wieder zur Rückrunde ein Faktor sein dürfte. „Für uns geht es definitiv um den Klassenerhalt. Dass das nicht leicht wird, wissen wir, aber wir sind zuversichtlich“, ist sich Pham um die Schwere der Aufgabe bewusst, zumal die Liga noch unberechenbarer geworden ist. Neben dem Neuling SV Böblingen werden vor allem der SC Staig sowie die FT V. 1844 Freiburg als Kandidaten gesehen, die es im Kampf gegen den Abstieg hinter sich zu lassen gilt.

Das sehen auch Mutschelbachs Männer so, verfolgen sie doch dasselbe Saisonziel wie der Lokalrivale aus Kleinsteinbach/Singen. Angeführt wird das Quartett vom 28-jährigen indischen Ausnahmekönner Ronit Bhanja. Mit Kenan Hrnic, der an Position zwei aufläuft und in der vergangenen Spielzeit zu alter Stärke zurückfand, bildet Bhanja überdies ein prächtig harmonierendes Doppel. Für das hintere Paarkreuz engagierte Mutschelbachs 1.Vorsitzender Alexander Hofferer den 19-jährigen Spanier Alex Moreno vom hessischen TTV Stadtallendorf als Ersatz für den zu den TTF Rastatt in die Verbandsliga Südwest abgewanderten Patryk Matuszewski. Andreas Müller, ruhender Pol und Mannschaftsführer, vervollständigt die Equipe. Sollte mal Not am Mann sein, stünde der aus Büchig gekommene, mit reichlich Potenzial ausgestattete Levi Herbster, der für gewöhnlich in der „Zweiten“ seinen Schläger schwingt, Gewehr bei Fuß. „Verstecken müssen wir uns nicht, doch das Feld ist brutal ausgeglichen, so dass bei fast allen Spielen die Tagesform entscheiden wird“, gibt sich Müller keinen Illusionen hin.

Saison Vorschau 2026 / 2027 Teil 2

Obwohl sich die TTG Kleinsteinbach/Singen II in der vergangenen Verbandsoberliga-Saison lange Zeit schwertat, gelang es ihr mit einem Sieg und einem Remis auf der Zielgeraden den Klassenerhalt in trockene Tücher zu wickeln. „Dieses Erfolgserlebnis hat der Mannschaft natürlich gutgetan. Allerdings müssen wir es nicht immer so spannend machen“, gibt Ilija Rajkovaca den Seinen mit auf den Weg, „auch wenn es keinen Deut einfacher werden wird“, so der Sportliche Leiter der TTG weiter. Das Gerüst bilden wie seit längerer Zeit schon Kapitän Kian Aragian, Gururaj Patil sowie die ohnehin nicht wegzudenkenden Hai Khanh Nguyen und Patrick Mößner. Da die in der „Ersten“ eingeplanten Remy Pham und Colin Kestler offiziell in der „Zweiten“ gemeldet sind, werden sie im einen oder anderen Match mit von der Partie sein, um dann vielleicht den Unterschied zu machen. Gelten der benachbarte TTC Wöschbach und der TTV Ettlingen als Titelanwärter, so möchte man den TUS Hüfingen sowie den TTV Weinheim-West auf alle Fälle auf Distanz halten.

In der Verbandsliga mischen in diesem Jahr gleich drei Vertreter aus der Region mit – und zwar die dritte und vierte Mannschaft der TTG Kleinsteinbach/Singen sowie erstmals auch der TV Kieselbronn. Gerade der TVK sieht die Herausforderung als große Chance. Einerseits ist man nach zuletzt drei Aufstiegen binnen vier Jahren natürlich voller Selbstvertrauen, andererseits verfügt man auch über eine sehr spielstarke Truppe. An Position eins agiert der mit einer feinen Technik ausgestattete Routinier Sven Happek. Er soll vorangehen und seine jungen Mitstreiter wie den 16-jährigen Mika-Leon Beier beziehungsweise den erst 13-jährigen Elias Rosenow führen. Dessen Bruder Jonathan Rosenow (28) fungiert als Kapitän und stellt eine absolute Schlüsselfigur des TVK dar. „Wir würden gerne oben ein Wörtchen mitreden“, so Rosenow, um anzufügen, dass der FC Külsheim sowie der ASC Grünwettersbach III freilich richtig gut aufgestellt sind und es daher schon ambitioniert sei.

Für die TTG Kleinsteinbach/Singen III wie auch IV geht es dagegen ausschließlich um den Klassenerhalt. Während Mohammad Mahmoud, die Altmeister Andreas Galic und Ilija Rajkovaca sowie Christoph Roy den Stamm der „Dritten“ verkörpern, bilden Tobias Treskatsch, Jonas Merkert, Ramon Huber und Thomas Schüle das Kaderfundament der „Vierten“. Als Alternative käme neben Duc-An Do, dem Neuzugang vom TTC Tiefenbronn, noch der aufstrebende, kürzlich zum baden-württembergischen Titelträger der Jugend 13 gekürte Ben Enrico Hummig in Frage. Um seine Ziele abermals zu erreichen, gilt es für Kleinsteinbach/Singens Akteure wohl vor allem die EK Söllingen sowie den SV Adelsheim hinter sich zu lassen.

Das Bundessystem
Ab der neuen Tischtennissaison (Spielzeit: 26/27) spielen alle Mannschaften in sämtlichen Ligen lediglich noch mit vier Akteuren anstatt sechs. Gespielt wird im Bundessystem. Einzige Ausnahme ist die TTBL (1.Tischtennis-Bundesliga) – sie spielt weiterhin in Dreierteams.
Wie funktioniert das Bundessystem?
Das Bundessystem im Tischtennis ist ein offizielles Spielsystem für Vierer-Mannschaften, bei dem insgesamt 10 Spiele (2 Doppel und 8 Einzel) ausgetragen werden.
Die einen haben die Einführung der Vierer-Mannschaften regelrecht herbeigesehnt, die anderen bis zuletzt dagegen angekämpft. Diese Reform hat nun zur Folge, dass im Bezirk Pforzheim insgesamt 17 Teams mehr gemeldet wurden als in der vergangenen Saison. Manch ein Verein geriet dadurch sogar an seine Hallenkapazitätsgrenze an Spieltagen. Primär ist die Verkleinerung der Mannschaften dem anhaltenden Mitgliederschwund sowie dem damit einhergehenden Rückgang der aktiven Spieler-/innen geschuldet.
Es lassen sich natürlich sowohl Argumente für als auch gegen die Neuerung finden. Während die kürzere, weitgehend planbare Spieldauer (maximal 2,5 bis 3 Stunden) auf die Umstellung auf Vierermannschaften einzahlt, leide den Befürwortern der Sechserteams zufolge das Gemeinschaftsgefühl sowie das Gesellige nach dem Match darunter. Nicht wegzudiskutieren ist die Vereinheitlichung und eine nachhaltigere Anreise verbunden mit geringeren Kosten bei Auswärtsfahrten zu viert. Heben die Fürsprecher von Sechserteams den Fakt hervor, dass Ausfälle von Akteuren bei Vierermannschaften wesentlich schwerer wiegen und daher insbesondere Einsatzzeiten von Jugendlichen gefährden, kontert das Lager der Pro-Viererteams mit weit weniger langen Wartezeiten zwischen den Einzeln und fast permanenter Einsatzzeit jedes Spielers. Ein Kritikpunkt, den man vielerorts über das nun praktizierte Bundessystem vernimmt, ist der Umstand des steten Ausspielens aller Duelle hinsichtlich der Motivation, sprich: Liegst Du mit Deinem Team aussichtslos mit 0:6 im Rückstand, musst Du noch viermal an den Tisch, obwohl das Spiel bereits verloren ist.
Fazit: Inwieweit sich das „neue Spielsystem“ mit seinen Vor- und Nachteilen letzten Endes bewährt, wird sich wohl erst in zwei oder drei Jahren beurteilen lassen.

Views: 12